Speedweeks

30. August 2010

Nach dem Ironman Regensburg stand zunächst erst einmal die Regeneration im Vordergrund. Ich habe nur wenig trainiert und auch mal ein paar Reize in anderen Sportarten gesetzt. In den letzten zwei Wochen wurde das Training dann allerdings wieder spezifischer, denn die nächsten Rennen stehen auf dem Programm. Im September werde ich bei den letzten beiden Rennen der Triathlonbundesliga an den Start gehen. Wenn mir auch das Format mit Windschattenfreigabe und kurzen Distanzen nicht gerade auf den Leib geschneidert ist, bin ich sehr motiviert und möchte meiner Mannschaft helfen wo es geht. Als Ziel soll am Ende der Saison noch eine Podiumsplatzierung für den TuS Griesheim in der Tabelle herausspringen.

Meine Form ist nach Regensburg nicht die Schlechteste. Mit einigen gezielten Tempotrainingseinheiten im Schwimmen und Laufen habe ich hoffentlich genug Geschwindigkeit um auch auf der Sprintdistanz in Hannover mithalten zu können. Ich freue mich auf jeden Fall drauf, schließlich liegt mein letzter Bundesligastart schon mehr als 2 Jahre zurück, da kann man sich nicht mehr an die Schmerzen erinnern, die auch solch kurze Rennen bedeuten können J




Ironman Regensburg

3. August 2010

Am letzten Wochenende war es endlich so weit, mein Saisonhöhepunkt beim Ironman Regensburg stand auf dem Programm. Die Vorbereitung war gut gelaufen, nach der verkorksten Saison 2009 und dem DNF beim letzten Ironman Hawaii blieben aber trotzdem ein paar Zweifel ob ich meine Leistung im Rennen auch würde abrufen können.

Um 7Uhr am Sonntagmorgen fiel dann der Startschuss am Guggenberger See in der Nähe Regensburgs. Es war mein erster Start als Profi im Ironman Renngeschehen daher kam ich in den Genuss einen 5 Meter Startvorsprung auf die knapp 1900 Amateure zu bekommen. Spätestens als ich mich kurz vor dem Start noch einmal umgedreht habe und die Meute am Strand stehen sehen konnte, war mir klar, dass die Sandkastenspiele jetzt vorbei waren, jetzt musste ich mich mit den Großen messen.

Das Schwimmen war dann von Anfang an ziemlich schnell, könnte eventuell daran liegen, das mit Christoph Wandratsch der Weltrekordhalter über die 3,8km am Start war. Nach circa 1000m musste ich mich zusammen mit Aaron Farlow aus der Spitzengruppe verabschieden, hatte mit dem Australier aber einen guten Begleiter für die nächsten Rennstunden gefunden. Etwas mehr als 48 Minuten standen auf der Uhr als ich den See als 5. verlassen habe und die Radstrecke rund um Regensburg in Angriff nahm.

Die ersten 10km der Radstrecke waren flach und eigneten sich super zum Einrollen bevor es in den härteren Teil der Runde mit den Anstiegen in Richtung Brennberg ging. Ich nutzte dies auch um mich gleich von Anfang an ordentlich zu verpflegen. Im ersten Drittel der Raddistanz ist nicht viel passiert. Aaron und ich fuhren an Position 4 und 5, denn Christoph Wandratsch hatten wir recht schnell wieder gestellt, wechselten uns im fairen Rahmen mit der Tempogestaltung ab, verloren allerdings trotzdem immer mehr Boden auf die 3 “Ausreißer” vor uns.

Nach 70km bekamen wir dann Gesellschaft des super stark fahrenden Christian Brader und es ging ordentlich die Post ab. Diesen Express musste ich in der zweiten Runde in den Anstiegen nach Brennberg leider ziehen lassen. Ich ging mit 30 Sekunden Rückstand über die Kuppe und dachte noch, dass ich in der Abfahrt eventuell noch mal hinkommen könnte, leider waren es aber trotz vollem Risiko in der Abfahrt nur 2 Sekunden die ich gutmachen konnte. Von da an war ich auf mich alleine gestellt und wechselte nach 4:44 Stunden für die 180km als 10. in die Laufschuhe.

Zu Beginn des Marathons ging es für mich dann sofort wieder einen Platz nach vorne, allerdings tat sich dann lange nicht mehr viel. Ich lief als 9. auf der schönen, aber sicherlich nicht ganz einfachen Runde, durch die Regensburger Innenstadt. Mal hab ich mich super gefühlt und mal eher nicht so gut…Bei Kilometer 25 konnte ich dann einen weiteren Platz gutmachen, kämpfte aber eigentlich mehr mit mir und dem Willen gerne mal drei Schritte zu gehen als zu Laufen, als mit meinen vermeintlichen Gegnern. Bei Kilometer 41 hatte ich mich dann schon mit Platz 8 angefreundet da wurde es dann aber noch mal richtig eng. Erst wurde ich vom 9. überholt, dann kam auch noch der 10. gefährlich nah. Da war dann kämpfen angesagt. Als der Abzweig zum Ziel kam waren die Positionen zum Glück so gefestigt, dass ich die unglaubliche Stimmung an der Finishline auf den letzten 200m genießen konnte. 8:49:34 Std. standen auf der Uhr. Neue Bestzeit auf einer Strecke, die sicherlich nicht als High-Speed-Kurs bekannt werden wird.

Letztendlich wurde das Ergebnis dann sogar noch auf Platz 8 korrigiert, da ein vor mir liegender Italiener seine Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens nicht abgesessen hatte und disqualifiziert wurde.

Top 8 bei einem Ironman Rennen, neue Bestzeit, endlich auch mal auf dem Rad konkurrenzfähig gewesen und nach den Verletzungen des letzten Jahres im Marathon wieder solide unterwegs, allerdings auch noch mit Luft nach oben. Ich bin rundum zufrieden.

Jetzt steht erst einmal Ruhe und Urlaub an bevor es im September noch für den TuS Griesheim bei den letzten beiden Bundesligarennen an den Start geht. Ob es danach noch einen Ironman oder 70.3 Start in Übersee geben wird werde ich mir in der nächsten Zeit überlegen. Lust hätte ich schon, weiß nur nicht ob ich auch Zeit haben werde…




Heinerman

28. Juni 2010

Gestern stand mit dem Darmstädter Heinerman noch ein letztes Vorbereitungsrennen für den Ironman Regensburg auf meinem Wettkampfkalender. Nach dem harten Wettkampfprogramm der letzten Wochen konnte ich den Sieger Horst Reichel zu keinem Zeitpunkt des Rennens gefährden, hätte ich bei der Performance wohl auch völlig erholt nie gekonnt!

Für mich stand letztendlich ein 2.Platz zu Buche. In einem knappen Finish konnte ich Lothar Leder noch gerade so um 2 Sekunden auf den 3. Platz verweisen.

In den nächsten 5 Wochen bis zum Ironman Regensburg werde ich keine Rennen mehr bestreiten sondern mich konsequent auf mein Saisonhighlight vorbereiten.




Zu Gast bei Freunden

21. Juni 2010

Am letzten Wochenende führte mich mein Weg ins schöne Erding um an den “Vereinsmeisterschaften” des Team Erdinger Alkoholfrei teilzunehmen. Leider wollte das Wetter nicht so richtig zum perfekten Wettkampf beitragen. So ging es dann am Sonntag bei 10 Grad und Regen an den Start zur Olympischen Distanz (1,5-44-10 km).

Das Schwimmen im Kronthaler Weiher bei 16 Grad Wassertemperatur war noch der wärmste Teil des Tages. An Position 3 mit knappen 20 Sekunden auf den amtierenden 70.3 Weltmeister Michael Raelert entstieg ich dem Wasser. Naja, nicht wirklich, auf dem Rad war es ja nicht wesentlich trockener.

Zu Beginn der Radstrecke hatte ich einen längeren Kampf mit meinen Radschuhen auszutragen. Leider wollten meine “gefrorenen” Füße nicht so richtig den Weg in die nassen Radschuhe finden und wenn sie dann mal drin waren hatten sich die Zehen irgendwie verknotet. Zum Glück hatte ich diesen Kampf gewonnen als nach ca. 2 Kilometern Andreas Raelert, Hawaiidritter des letzten Jahres, angerollt kam. Von da an hatte ich einen ständigen Begleiter auf der welligen Radrunde. Wir wechselten uns im fairen Abstand regelmäßig ab und mussten zwischendurch nur Michi Göhner, der abartig Rad fuhr, und Andreas Dreitz ziehen lassen, den wir allerdings gegen Ende fast wieder zurückgeholt hatten.

So gingen wir dann zu dritt an den Positionen 3,4 und 5 nahezu zeitgleich auf die Laufrunden durch die Erdinger Innenstadt. Hier muss ich unbedingt noch erwähnen, dass ich einen abartig guten Wechsel hatte, kommt ja nicht so oft vor bei mir. Lag eventuell daran, dass mir kalt war und ich schnell weiter wollte.

Das Laufen hat sich dann schon deutlich besser angefühlt als in den letzten beiden Rennen. Leider konnte ich aber nicht mehr in den Kampf ums Podium eingreifen und musste mich mit der Absicherung des 5. Platzes zufrieden geben, in diesem Starterfeld aber sich keine Schande. Ich bin auf einem guten Weg Richtung Regensburg.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich beim gesamten Team von Erdinger Alkoholfrei für das super Wochenende bedanken. Im nächsten Jahr bin ich gerne wieder zu Gast bei Freunden!




Alii Drive Helmdesign

10. Juni 2010

Ich habe mir schon länger einen Helm gewünscht, der nicht nur gut aussieht, sondern auch eine persönliche Note enthält und mich im Wettkampf noch zusätzlich motivieren kann. Für die neue Saison habe ich in Alii Drive einen Partner gefunden, der dieses Projekt mit mir angegangen ist.

Herausgekommen ist ein wunderschöner Helm, der mich immer an meinen wohl bisher größten Erfolg, den Sieg in der Altersklasse 25-29 beim Ironman Hawaii, erinnert. Auf dem Hintergrund der Regenbogenfarben sind die Umrisse der Hawaii-Inselkette aufgebracht.

Vielen Dank an das Team von Alii-Drive. Von den ersten Entwürfen bis zum fertigen Helm war alles perfekt!




ITT Ferropolis

7. Juni 2010

Am letzten Wochenende wurde es zum ersten Mal richtig ernst in dieser Saison. Der ITT Ferropolis war als echte Standortbestimmung nach dem durchwachsenen letzten Jahr und der nicht ganz optimal verlaufenen Saisonvorbereitung gedacht.

In dem gut besetzten Feld stand am Ende der 4. Platz zu Buche. Leider knapp am Podium vorbei, aber grundsätzlich kann ich mit der Leistung sehr zufrieden sein. Ich bin im Hinblick auf den Ironman Regensburg auf einem guten Weg.

Im Schwimmen konnte ich entspannt an den Füßen von Christian Ritter “mitcruisen”. Mit 4 Mann erreichten wir dann nahezu zeitgleich die erste Wechselzone. Was dann aber auf den ersten Radkilometern abging grenzte schon fast an Selbstzerstörung. Den überirdisch fahrenden Konstantin Bachor mussten wir schnell ziehen lassen. Nach 20km lag der Schnitt deutlich über 44kmh, allerdings war da der Abstand auf Platz 1. Schon bei 90 Sek., unglaublich. Ende der ersten Radrunde (km 30) fand ich mich dann mit Christian Ritter und dem späteren Sieger Raynard Tissink zusammen. An dieser Situation sollte sich auch auf den letzten beiden Runden nichts mehr ändern, einzig der Abstand nach vorne sollte immer größer werden. 6 ½ Minuten waren es, als wir endlich in die Laufschuhe wechselten.

Auf der Laufstrecke begann dann das große Leiden für mich. Mit einem 1:29 Std. Halbmarathon ist man natürlich nicht konkurrenzfähig in einem solchen Feld. So musste ich Tissink und Ritter schnell ziehen lassen. Bei Kilometer 14 kam dann plötzlich doch noch mal die Möglichkeit aufs Podium zu kommen. Konstantin Bachor wurde für seinen “Teufelsritt” auf dem Rad nicht belohnt und erlebte einen Totaleinbruch. Bis Kilometer 17 konnte ich mich auf Platz 3 halten, dann musste ich ihn leider an den gut laufenden Per Bittner abtreten.

Letztendlich bin ich zufrieden mit dem Rennen. Schwimmen war grundsolide, auf dem Rad habe ich einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht und das ich im Laufen nach dem Muskelfaserriss noch Trainingsrückstand habe, war zu erwarten. So kann es weitergehen.




Spaß hat es gemacht!

31. Mai 2010

Endlich habe ich es geschafft das erste Rennen der Saison ins Ziel zu bringen. Nachdem mein eigentlicher Saisonauftakt beim Viktoria Duathlon in Großenenglis ziemlich schnell mit einem Muskelfaserriss in der Wade beendet war habe ich mich zu einem soliden Trainingsblock entschieden und schweren Herzens meinen ersten Saisonhöhepunkt beim Ironman 70.3 Florida abgesagt. Die Suche nach einem neuen Saisonauftaktsrennen gestaltete sich dann etwas schwieriger als erwartet, umso schöner, dass sich relativ kurzfristig noch der Start im Eliterennen des Paderborner Citytriathlons ergeben hat. Eine windschattenfreie Sprintdistanz, eigentlich nicht gerade ein Rennen für mich, aber zum letzten Test vor dem ITT-Ferropolis, der schon nächste Woche ansteht, genau das richtige.

Das Rennen ist gut gelaufen, am Ende steht ein 20. Platz zu Buche, aber viel wichtiger als Zeiten und Platzierungen bei diesem Rennen war die Erkenntnis, dass ich schmerzfrei und ohne Probleme durchgekommen bin.

Das Schwimmen lief wirklich gut; auf dem Rad hab ich auch ordentlich Druck gehabt, wobei ich auf dem winkligen Kurs mit nasser Piste nicht volles Risiko gegangen bin; beim Laufen habe ich dann ein solides Tempo angeschlagen ohne mich völlig zu verausgaben. Fazit: Es hat wieder Spaß gemacht.

Jetzt werde ich mich erholen um am Samstag ausgeruht an der Startline in Ferropolis zu stehen. Da wird dann das erste Fass in diesem Jahr aufgemacht!




Solider Trainingsblock

26. Mai 2010

In den letzten Tagen war es hier etwas ruhig, das lag aber nicht dran, dass ich nur gefaulenzt habe, sondern vielmehr daran, dass neben Training und Uni nicht viel Zeit geblieben ist. Ich habe einen soliden Trainingsblock hinter mich gebracht. Auf dem Rad habe ich die ersten härteren Zeitfahreinheiten gut überstanden und im Laufen, nach dem Muskelfaserriss, wieder ein relativ gutes Niveau erreicht.

Nach diesem harten vier Wochen Block habe ich jetzt angefangen auf den ITT Ferropolis zu tapern. Ich hoffe dort in knapp zwei Wochen endlich mal wieder zeigen zu können was ich eigentlich so drauf habe. Vorher werde ich noch am 30.5. beim Citytri in Paderborn am Start sein. Auf der windschattenfreien Sprintdistanz soll es noch einmal richtig schnell werden, mal sehen was da so bei rauskommt.




Keine Gnade für die Wade

6. Mai 2010

…war das Motto seit dem Duathlon in Großenenglis. Unser Vereinsphysiotherapeut Lutz Riemenschneider hat wahre Wunder verbracht und so bin ich jetzt schon fast im geregelten Trainingsbetrieb zurück. Rad und Schwimmtraining sind nahezu ohne Einschränkungen möglich. Beim Laufen taste ich mich langsam wieder ran und habe am Dienstag das erste laufähnliche Training absolviert.

Trotz dieser guten Fortschritte habe ich mich schweren Herzens entschlossen meinen Start beim Ironman 70.3 Florida abzusagen und etwas später in die Saison einzusteigen. Eine Mitteldistanz nur 3 Wochen nach der Verletzung war mir doch etwas zu riskant. Sollte sich aber alles so weiterentwickeln, werde ich mir am 22.-23.5. ein Rennen suchen um dann hoffentlich auch im Wettkampf meine gute Form zeigen zu können. Erstes Highlight der Saison wird dann der ITT Ferropolis Anfang Juni.




Saisonauftakt?

27. April 2010

Die Vorzeichen waren gut: Herrliches Wetter, die Form war auch nicht die schlechteste, ich hab mich auf den Saisonauftakt beim Viktoria-Duathlon in Großenenglis gefreut. Leider hat das ohnehin schon sehr kurze Rennen für mich noch viel schneller vorbei. Nach 6 Minuten war die Saison für mich erst einmal wieder beendet. Muskelfaserriss lautet die sehr frustrierende Diagnose. Zum Glück habe ich im letzten Jahr viel Erfahrung in Sachen Ruhe bewahren gesammelt…

Wie es in den nächsten Wochen weitergeht kann ich jetzt noch nicht sagen. In den nächsten 10 Tagen wird wohl kein Lauftraining möglich sein und das Rad bzw. Schwimmen auch nur sehr eingeschränkt. Danach muss ich entscheiden was Sinn macht und was totaler Wahnsinn wäre…kommt Zeit, kommt Rat!








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